Konzept Ochsenweg mit Bambusrad und Zelt

Tag 6 der Radtour Ochsenweg. Radwandern auf dem Ochsenweg – Das Konzept auf dem Prüfstand wegen der Corona-Hygienebestimmungen

Konzept Ochsenweg mit Bambusrad und Zelt

Konzept „Stadtradeln auf dem Ochsenweg“ neu Denken

Zelten ist in Schleswig-Holstein praktisch verboten. Sogenanntes wildes Zelten ist seit Jahren untersagt. Genauere Betrachtung der Hygieneauflagen zeigten, dass im Frühjahr 2020 auch die anderen Möglichkeiten zum Zelten verboten sind.

Camping und Zelten …

Mit dem Montag, dem 18. Mai sind die Campingplätze wieder geöffnet. Voller Energie packe ich Zelt und Schlafsack auf das Fahrrad und radel los. Einige Tage finde ich privat einen Zeltplatz, einmal auch einen Campingplatz. Die ersten Tage der Woche vergehen, und die zuständigen Ämter klären Details der Verordnung. Von dieser Präzisierung sind die Wanderer besonders betroffen: Campingplätze sind für das Campen im Wohnwagen oder im Wohnmobil. Campingplätze sind noch nicht für das Zelten vorgesehen.

Ein Campingwart erklärt es mir. Die Hygienevorschriften fordern, dass die WC-Anlagen nachts abgeschlossen werden. Und das bedeutet in der Praxis, dass jeder sein eigenes WC mitbringen muss, genauso wie sein eigenen Waschbecken. Für Wohnwagen und für Wohnmobil kein Problem. Aber im Rucksack unmöglich, und auch die Radwanderer haben in den Gepäcktaschen keinen Platz für eine Kloschüsssel. Hintenrum klärt sich die Situation: Zelten verboten.

Das Radwandern in diesen Tagen auf dem Ochsenweg war eine richtige Erfahrung. Freude an der Natur, an der Landschaft, an den Dörfern und Städten. Doch als Zelttour musste es vorerst unterbrochen werden. Es lässt sich kein Zeltplatz finden, der einem Radwanderer eine Stellfläche anbietet.

Bahnhof Neumünster: Fahrstuhl und Bahnsteigkante

Da nun Radwandern mit Zelt nicht mehr möglich scheint, geht es zurück zum Bahnhof Neumünster. Für dieses Mal erhält der Bahnhof alle nötigen Pluspunkte für einen fahrradfreundlichen Bahnhof. Von der Straße aus kann man ebenerdig durch den Gang zum Fahrstuhl (natürlich mit Mund-Nasen-Schutz). Der Fahrstuhl ist so geräumig, dass mein Rad problemlos hineinpasst, von der Länge her und von der Breite. Und oben am Bahnsteig? Der Zug fährt ein, eine kleine Plattform fährt aus, und das Rad kann stufenlos in den Wagen geschoben werden. Einge Tricksereien sind nötig, um dann das Rad an der senkrechten Haltestange fest zu verbinden. Letztendlich steht es sicher befestigt im Radabteil. Eine erfreuliche Etappe.

Bahnhof Pinneberg: Stufe und Treppenstufen

Pinneberg hat eine nagelneuen Bahnsteig. Zu meiner Verblüffung ist dieser jedoch nicht ebenerdig zum Wagon. Das Rad muss eine ca. 15 cm hohe Stufe überwinden, um aus dem Zug zum Bahnsteig zu kommen. Was ist da los? Ist der Zug nicht mehr zeitgemäß für die neuen Normen der Bahnsteighöhe. Oder passt der neue Bahnsteig einfach nicht zu dem Bedarf der Radfahrer, die aus den Zügen steigen? Und was ist mit Rollstuhlfahrern?

Der Fahrstuhl zum Verlassen des Bahnsteiges ist in Pinneberg bereist vorgesehen, allerdings zur Zeit noch in Bau. Der Weg die Treppen runter in den Pinneberger Bahnhofstunnel erfordert Koordination. Die Hand an den beiden Bremsen und die richtige Körperspannung, um die ca 35 Kilogramm Rad mit Gepäck zu bewältigen. Abschließend ist es nötig, das Rad mit dem Gepäck wieder die Treppen hoch zu bringen. Diese Anstrengung brachte die Lunge auf trapp. Kraftzehrende Anstrengung in Zeiten der Schutzmaske.

„Stadtradeln auf dem Ochsenweg“ – Konzept anpassen?

In der Form, wie das Konzept geplant war, lässt sich zur Zeit keine Radwanderung entlang des Ochsenweges durchführen. Wie es weiter gehen könnte muss nun neu gedacht werden. Anregungen sind herzlich willkommen. Sowohl als Kommentar zu diesem Artikel als auch als Mail.

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